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10. Übung am Mittwoch, den 26.08.2026



Übungsthema:


Zimmerbrand - Gastronomiebetrieb - Szenario Winter




Ort:  Feuerwehr Obertauern

Mannschaftsstärke: 25 Personen

Fahrzeuge: MTFA, RLF-A 2000, LFWA 1000, DLA(K)A 23-12


Bei der heutigen Übung wurde ein Zimmerbrand in einem Gastronomiebetrieb mit Mitarbeiterzimmern angenommen. Als besonderes Szenario wurde die Situation im Winter dargestellt, wodurch sich zusätzliche Herausforderungen für die Einsatzkräfte ergaben.

Die Feuerwehr Obertauern wurde zur Übung in Richtung Seekarstraße alarmiert. Beim Eintreffen des Einsatzleiters zeigte sich folgende Lage: Das Gebäude war durch die Mitarbeiter des Betriebes bereits vollständig evakuiert worden. Die Personen wurden am Sammelplatz auf Vollzähligkeit kontrolliert. Gäste befanden sich zum Zeitpunkt der Übung nicht mehr im Gebäude.

Bei der Kontrolle stellte sich jedoch heraus, dass vier Mitarbeiter aus dem 2. Obergeschoss noch vermisst wurden. Aus diesem Bereich war bereits eine deutliche Rauchentwicklung sichtbar.

Aufgrund des angenommenen Winterszenarios war der Zugang zum Gebäude nur über die Garageneinfahrt im Keller oder über den Eingang von der Piste aus möglich. Eine Zufahrtsmöglichkeit für die Drehleiter Obertauern zum Objekt bestand nicht.


Der Einsatzleiter begann umgehend mit der Erkundung und ließ zwei Atemschutztrupps ausrüsten. Bei der weiteren Erkundung wurde eine starke Rauchentwicklung im 2. Obergeschoss festgestellt. Daraufhin wurde ein Atemschutztrupp in das verrauchte Stockwerk entsandt, um mit der Personensuche und der Erkundung des Brandbereiches zu beginnen.

Während der Durchsuchung stellte der Atemschutztrupp fest, dass das Zimmer, aus dem die stärkste Rauchentwicklung kam, von der Gebäudeinnenseite nicht zugänglich war. Diese Information wurde umgehend über Funk an den Einsatzleiter weitergegeben.

Parallel dazu wurden die weitere Löschwasserversorgung sowie die Beleuchtung der Einsatzstelle sichergestellt.

Im weiteren Verlauf der Personensuche wurde eine bewusstlose Person im Aufzug aufgefunden. Diese konnte von den Einsatzkräften gerettet und anschließend zur weiteren Versorgung an das Rote Kreuz übergeben werden.

Der Atemschutztrupp setzte die Durchsuchung des 2. Obergeschosses fort und konnte in weiteren Zimmern zwei vermisste Personen auffinden und ins Freie bringen.

Da ein Zugang zum vermuteten Brandraum über das Gebäudeinnere definitiv nicht möglich war, entschied sich der Einsatzleiter nach dem Rückzug des Atemschutztrupps für einen alternativen Angriffsweg. Ein Rettungstrupp wurde über zwei Steckleiterteile von außen über einen Balkon in Richtung des Brandraumes eingesetzt.

Der Atemschutztrupp konnte nach kurzer Zeit den Brandherd ausfindig machen und erfolgreich ablöschen. Anschließend wurde auch der Brandraum durchsucht, wobei die letzte vermisste Person aufgefunden werden konnte.

Da die Zugangstüre zum Brandraum versperrt war, musste diese gewaltsam geöffnet werden. Die Person konnte anschließend mittels Schleifkorbtrage aus dem Gebäude gerettet und zur weiteren Versorgung an die Sanitäter des Roten Kreuzes übergeben werden.

Zum Abschluss wurde das gesamte betroffene Stockwerk nochmals kontrolliert und die Übung gemeinsam nachbesprochen.

Fazit

Gerade Übungen unter realitätsnahen Bedingungen und mit einem angenommenen Winterszenario sind für unsere Mannschaft von großem Wert. Die Übung zeigte deutlich, welche zusätzlichen Herausforderungen ein Zimmerbrand in einem schwer zugänglichen Gebäude während des Winters mit sich bringen kann. Insbesondere die eingeschränkte Zufahrtsmöglichkeit, der fehlende Zugang für die Drehleiter und die dadurch notwendigen alternativen Rettungs- und Angriffswege stellten die Einsatzkräfte vor besondere Herausforderungen.

Durch solche Übungen können bestehende Abläufe überprüft, alternative Vorgehensweisen trainiert und wichtige Erkenntnisse für reale Einsätze gewonnen werden.





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